Mercedes-Benz

Schutz aus dem 3-D-Drucker.

04. Juni 2020
Verladung der Gesichtsschilde bei Mercedes-Benz in Sindelfingen.

Gesichtsschilde statt Prototypenteile: 3-D-Drucker in den Mercedes-Benz Werken fertigen Bauteile für die Schutzausrüstung von Rettungsleuten und Polizisten.

Während sich ein Großteil der Automobilproduktion im Wiederanlauf befindet, nutzt Daimler seine Ressourcen für die Eindämmung der COVID-19-Pandemie. Jüngstes Beispiel der Initiative „Daimler hilft“ sind Gesichtsschilde aus Kunststoff. Dank modernster 3-D-Druck-Technologie und großem Engagement konnte innerhalb kurzer Zeit die Herstellung an verschiedenen Standorten beginnen. Kürzlich übergab Dr. Matthias Jurytko, Standortverantwortlicher des Mercedes-Benz Lkw-Werks in Wörth, 2.500 Gesichtsschilde an Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft und Verkehr sowie stellvertretender Ministerpräsident Rheinland-Pfalz.

Dr. Matthias Jurytko (l.) übergibt stellvertretend für Daimler 2.500 Gesichtsschilde an Dr. Volker Wissing,
Minister für Wirtschaft und Verkehr sowie stellvertretender Ministerpräsident Rheinland-Pfalz.

Start in Sindelfingen.

Jörg Burzer, Mitglied des Vorstands der Mercedes-Benz AG, verantwortlich für Produktion und Supply Chain Management: „Wir haben bei Mercedes-Benz Cars eine Kleinserienproduktion von Gesichtsschilden gestartet, um beispielsweise Ärzte, Pflegepersonal, Polizei und Rettungsdienste zu unterstützen.“ Was im Mercedes-Benz Pkw-Werk Sindelfingen begann, zog über andere nationale und internationale Daimler Standorte hinweg schnell Kreise, auch im Mercedes-Benz Werk in Wörth am Rhein. Dr. Matthias Jurytko, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Wörth: „Im internationalen 3-D-Druck-Produktionsnetzwerk sind vielerorts Know-how und Kapazitäten zur additiven Fertigung vorhanden, die jetzt für die Produktion von Gesichtsschilden genutzt werden. Auch wir in Wörth sind stolz darauf, einen Beitrag dazu zu leisten.“

Fertigung rund um die Uhr.

Dr. Volker Wissing, rheinland-pfälzischer Wirtschaftsminister, dankte der Daimler AG im Namen der Landesregierung: „Die Fahrzeugindustrie ist leistungsfähig – gemeinsam werden wir Antworten auf die aktuellen und auch die zukünftigen Herausforderungen finden. Das gilt gerade auch in dieser Krise.“ Die 3-D-Drucker fertigen üblicherweise Prototypenteile und Betriebsmittel für die Fahrzeugproduktion. Jetzt produzieren sie Trägerelemente für Gesichtsschilde. Während der Betriebsruhe mit anschließender Kurzarbeit nahm eine Gruppe engagierter Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Fertigungsbereichen die Arbeit an den Schilden auf. Allein das Werk Wörth produziert seither an zwölf 3-D-Druckern rund um die Uhr die dringend benötigten Bausätze. Der Zusammenbau erfolgt in der Ausbildungswerkstatt. Die Gesichtsschilde-Sets stellt Daimler kostenlos zur Verfügung. Sie werden über die Landesregierungen an Einrichtungen wie Polizei und Rettungsdienste verteilt.

Gesichtsschild aus dem 3-D-Druck der Mercedes-Benz TecFabrik Sindelfingen.

Fotos: Daimler